Devisen Lexikon

Devisen Lexikon

Devisen-Glossar im Devisenhandel

Abwertung

Verminderung des Außenwerts einer Währung. Siehe auch: Abwertung.

Abwärtstrendlinie

In der Technischen Analyse Bezeichnung für eine Linie, die im Chart durch aufeinanderfolgende Kurshochs von links oben nach rechts unten gezogen wird. Der Abwärtstrend ist dadurch gekennzeichnet, dass jedes Kurshoch niedriger liegt als das vorherige. Durchbricht der aktuelle Kurs die Abwärtstrendlinie, so gilt dies als Signal für ein Ende des nach unten gerichteten Trends.

Advance/Decline-Linie (ADL)

Wichtiger Indikator aus der Technischen Analyse. Die ADL stellt die Differenz zwischen der Zahl der gestiegenen (Advances) und der gesunkenen (Declines) Aktien dar und zeigt somit an, ob eine allgemeine Tendenz an der Börse von einer großen oder einer kleinen Gruppe von Aktien getragen wird.

Ask

Kurs, zu dem ein Finanzinstrument zum Verkauf angeboten wird.

Aufwertung

Erhöhung des Außenwerts einer Währung. Siehe auch: Abwertung.

Aufwärtstrendlinie

In der Technischen Analyse Bezeichnung für eine Linie, die im Chart durch aufeinanderfolgende Kurstiefs von links unten nach rechts oben gezogen wird. Der Aufwärtstrend ist dadurch gekennzeichnet, dass jedes Kurstief höher liegt als das vorherige. Durchbricht der aktuelle Kurs die Aufwärtslinie, so gilt dies als Signal für ein Ende des nach oben gerichteten Trends.

Ausbruchslücke (Breakaway Gap)

Eine Kurslücke (Gap), die nach Abschluss einer bedeutenden Kursformation entsteht. Die Ausbruchslücke wird in der Technischen Analyse als Beginn eines starken Kurstrends interpretiert.

Balance

Kontostand ohne Berücksichtigung der offenen Positionen.

Balken-Chart

Verbreitete Methode zur Darstellung von Kursverläufen in der Technischen Wertpapieranalyse. Das Kursspektrum des betrachteten Zeitraums (Tag, Woche, Monat) wird durch einen senkrechten Balken repräsentiert. Zudem werden durch Markierungen auf dem Balken der jeweilige Eröffnungs- und der Schlusskurs vermerkt. Die Lage dieser beiden Kurse innerhalb des Kursspektrums und die Breite dieses Spektrums gelten als wichtige Kriterien für die Prognose der künftigen Kursentwicklung.

Bid

Kurs, zu dem ein Finanzinstrument zum Kauf angeboten wird.

Big Figure

Größenordnung, in der gehandelt wird. In der Regel die um zwei Dezimalstellen gekürzte Quotierung.

Bodenbildung

In der Technischen Analyse Bezeichnung für das allmähliche Ende eines längeren Kursrückgangs. Der Kurs bildet über gewisse Zeit auf dem erreichten tiefen Niveau einen tragfähigen Boden, von dem aus ein neuer Aufschwung starten könnte.

Briefkurs

Siehe: Ask.

Broker

Angelsächsische Bezeichnung für Makler. Broker sind Wertpapier-, Waren- und Devisenhändler, die im Kundenauftrag Börsengeschäfte durchführen.

Chart

Grafische Darstellung der Kurs- und Umsatzentwicklung von Wertpapieren Branchen oder Börsen. Charts sind die Grundlage der technischen Wertpapieranalyse.

Chartanalyse

Häufig als Synonym für die Technische Analyse gebraucht. Die Chartanalyse geht davon aus, dass sich aus den in Charts festgehaltenen Kurs- und Umsatzverläufen der Vergangenheit die künftige Entwicklung eines Wertpapiers prognostizieren lässt.

Crossrate

Wechselkurs, bei dem der US-Dollar nicht involviert ist.

Devisen

Zahlungsansprüche in Fremdwährungen im Ausland. Bei ausländischen Banken gehaltene Guthaben oder im Ausland zahlbare Wechsel und Schecks

Divergenz

Bezeichnung für eine Situation, in der sich zwei Indikatoren der Technischen Analyse nicht gegenseitig bestätigen beziehungsweise widersprüchliche Aussagen liefern. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn ein Oszillator zu steigen beginnt, während die betreffenden Kurse fallen. Divergenzen gelten in der Technischen Analyse als Anzeichen eines bevorstehenden Trendwechsels.

Dreieck

Fortsetzungsformation aus der Technischen Analyse. Der Kurs bewegt sich zwischen zwei konvergierenden Trendlinien, wobei die Spanne zwischen Hochs und Tiefs immer enger wird, ehe der Kurs schließlich aus der Formation ausbricht. Je nach Neigung der oberen und der unteren Trendlinie unterscheidet man zwischen ansteigenden, absteigenden und symmetrischen Dreiecksformationen. Beim ansteigenden Dreieck verläuft die obere Trendlinie horizontal, während die untere nach oben weist. Diese Formation gilt als Anzeichen steigender Kurse, wenn der Ausbruch nach oben gelingt. Beim absteigenden Dreieck, das als bärische Formation gewertet wird, fällt die obere Linie ab, die untere verläuft horizontal. Beim symmetrischen Dreieck weisen beide Trendlinien einen ähnlichen Neigungswinkel auf. Die Richtung des Ausbruchs aus der Formation signalisiert den künftigen Kurstrend.

Dreifach-Boden (Dreifach-Tief, Triple Bottom)

Kursformation mit drei ausgeprägten Tiefs, die in etwa auf dem gleichen Niveau liegen. Ähnlich wie der Doppelboden gilt auch diese Formation als Anzeichen einer Trendwende nach oben, weil der Kurs offensichtlich im Bereich des schon dreimal „getesteten“ Tiefs eine stabile Unterstützung gefunden hat.

Dreifach-Top (Dreifach-Spitze, Triple Top)

Kursformation mit drei ausgeprägten Hochs, die – im Gegensatz etwa zur Schulter-Kopf-Schulter-Formation – alle auf in etwa dem gleichen Niveau liegen. Ähnlich wie das Doppel-Top gilt auch das Dreifach-Top als Signal für das Ende eines Aufwärtstrends, weil der Kurs offensichtlich an einem starken Widerstand angekommen und schon drei Mal daran gescheitert ist.

Ein-Tages-Umkehr (Key Reversal Day, Schlüsselumkehr)

Ein-Tages-Kursformation, die im Rahmen der Technischen Analyse als Zeichen für eine Trendumkehr interpretiert wird. In einem Aufwärtstrend kommt es zu einem Eröffnungskurs auf einem neuen Hoch, und der Tagesschlusskurs liegt unter dem Tief des Vortags. Entsprechend umgekehrt sieht es in einem Abwärtstrend aus: Der Kurs eröffnet auf einem neuen Tief und schließt über dem Hoch des Vortags.

Elliot-Wellen-Theorie

Erklärungsmodell zur Entwicklung und Bewegung von Märkten, das insbesondere den auf die Marktteilnehmer und somit auf die Kursentwicklung einwirkenden psychologischen Einfluss berücksichtigt. Im idealen Modell besteht eine Aufwärtsbewegung aus drei Antriebswellen (Up-Trends) und zwei Reaktionswellen (Down-Trends), die die heftige Aufwärtsbewegung der Up-Trends wieder etwas zurücknehmen. Analoges gilt für längerfristige Abwärtsbewegungen. Durch die Up- und Down-Trends entsteht ein Trendkanal, mit dessen Hilfe künftige Kursentwicklungen prognostiziert werden.

Equity

Kontostand bei Berücksichtigung aller offenen Positionen.

Flagge

Trendbestätigungsformation im Rahmen der Technischen Analyse. Hoch- und Tiefpunkte des Chart innerhalb eines bestimmten Zeitraums werden miteinander verbunden. Die Flaggenformation ist dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungslinien parallel und entgegengesetzt zur Trendbewegung verlaufen. Die Flaggenformation gilt Technischen Analysten als Indiz für die Fortsetzung des in der Vergangenheit zu konstatierenden Trends.

Flat

Es besteht keine offene Position

Forex (FX)

Abkürzung für Foreign Exchange, das gleichzeitige Kaufen einer Währung und Verkaufen einer anderen.

Fortsetzungsinformation

Kursmuster, das von Technischen Analysten als Anzeichen für eine Pause im vorherrschenden Trend interpretiert wird, im Gegensatz zu einer Umkehrformation aber nicht als dessen Ende. Nach Abschluss der Fortsetzungsformation wird erwartet, dass der Trend seine vorherige Richtung wieder aufnimmt. Bekannte Fortsetzungsformationen sind Wimpel, Flagge und Dreieck.

Forsetzungslücke (Runaway Gap, Measuring Gap)

In der Technischen Analyse Bezeichnung für eine Kurslücke (Gap), die in etwa in der Mitte eines starken Trends auftritt, was natürlich bedeutet, dass der Trend nach Abschluss der Fortsetzungslücke weitergehen und der Kurs eine Bewegung vollziehen sollte, die prozentual derjenigen vom Trendbeginn bis zum Auftreten des Gap entspricht. Fortsetzungslücken kommen in Aufwärtstrends ebenso vor wie in Abwärtstrends.

Geld-Brief-Spanne

Unterschied zwischen den gleichzeitigen Kursen, zu denen ein börsennotiertes Produkt ge- beziehungsweise verkauft werden kann (Spread).

Geldkurs

Siehe: Bid.

Gleitender Durchschnitt

Statistisches Glättungsverfahren. Die Technische Analyse bedient sieht gleitender Durchschnitte zur Interpretation typischer Kursverläufe und zur Trendprognose. An jedem Börsentag wird der durchschnittliche Kurswert eines Wertpapiers für eine bestimmte Zahl zurückliegender Handelstage gebildet. Kurzfristige Bewegungen werden so geglättet, was mit der Erwartung verbunden ist, dass Trends sich auf diese Weise erkennen und vorherbestimmen lassen. Als besonders aussagekräftig gilt die 200-Tage-Linie, die aus den Kurswerten der jeweils letzten 200 Börsentagen gebildet wird. Ein signifikantes Unter- oder Überschreiten dieser Linie wird als Zeichen einer Trendumkehr gedeutet. Auch der 90-Tage-Linie kommt im Rahmen der Technischen Analyse prognostische Bedeutung zu.

Hedge

Absichern einer bestehenden Position gegen Kursschwankungen, meist durch eine entgegengesetzte Position.

Implizite beziehungsweise implizierte Volatilität

Vom Markt „erwartete“ Volatilität (prozentuale Kursschwankungsbreite) eines Finanzinstruments. Sie kann höher oder niedriger sein als die Volatilität in der Vergangenheit (historische Volatilität), je nachdem, ob die Marktteilnehmer stärkere oder schwächere Kursausschläge erwarten. Diese erwartete Volatilität ist ein bestimmender Faktor bei Optionspreisen. Ändert sich die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer bezüglich der Kursbeweglichkeit eines Basisinstruments, so hat dies in der Regel massive Auswirkungen auf die Kurse von Optionen und Optionsscheinen.

Indikator

Im Rahmen der Technischen Analyse ein Anzeichen für einen bestimmten Kursverlauf in der Zukunft, unter Umständen für eine Umkehr des bisherigen Verlaufs. Die technische Wertpapieranalyse hat eine Vielzahl von Indikatoren entwickelt, etwa den MACD und den Stochastik-Indikator.

Inselumkehr (Island Reversal)

In der Technischen Analyse die Bezeichnung für das Auftreten einer Erschöpfungslücke (Exhaustion Gap) in die eine Richtung und einer Ausbruchslücke (Breakaway Gap) in die andere Richtung innerhalb weniger Tage. Zum Beispiel kann der Kurs am Ende eines Abwärtstrend zunächst unter Hinterlassung einer Kurslücke nach unten absacken und sich bald darauf deutlich erholen, wobei wiederrum eine Kurslücke im Chart entsteht. Die Inselumkehr gilt als starkes Signal für eine bevorstehende Trendwende.

Intraday-Chart

Chart, der den Kursverlauf eines bestimmten Handelstages detailliert abbildet. Intraday-Charts spielen vor allem für extrem kurzfristige Investments eine Rolle und dienen der Ableitung von Handelssignalen an den Futures-, Options- und Aktienmärkten.

Interbanken-Markt

Netzwerk aus Banken und Brokern, über das der Devisenhandel durchgeführt wird.

Kanallinie

Begriff aus der Technischen Analyse. In einem Trendkanal ist die Kanallinie die Parallele zur Trendlinie.

Kaufsignal

Zeigt der Kurs einen bestimmten Verlauf, durchbricht er etwa einen Widerstand, einen gleitenden Durchschnitt oder bildet eine bestimmte Formation aus, so entsteht ein Kaufsignal.

Kassa-Geschäft

Siehe: Spot.

Key Reversal Day (Ein-Tages-Umkehr, Schlüsselumkehr)

Ein-Tages-Kursformation, die im Rahmen der Technischen Analyse als Zeichen für eine Trendumkehr interpretiert wird. In einem Aufwärtstrend kommt es zu einem Eröffnungskurs auf einem neuen Hoch, und der Tagesschlusskurs liegt unter dem Tief des Vortags. Entsprechend sieht es in einem Abwärtstrend aus: Der Kurs eröffnet auf einem neuen Tief und schließt über dem Hoch des Vortags.

Linien-Chart

In der Technischen Analyse verwendete Form der grafischen Darstellung einer Kurs- oder Preisentwicklung über die Zeit. Im Gegensatz zum Balken-Chart werden hier nicht die täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Kursspannen mit Eröffnungs- und Schlusskursen abgebildet, sondern lediglich die Schlusskurse über einen bestimmten Zeitraum. Der Chart hat die Form einer Kurskurve und eignet sich aufgrund seiner besseren Übersichtlichkeit im Vergleich zum Balken-Chart vor allem für die vergleichende Darstellung mehrerer Preisentwicklungen im selben Zeitraum. Aus diesem Grund wird er vor allem bei der vergleichende Performance-Analyse und in der Intermarket-Analyse eingesetzt.

Long

Spekulation auf steigende Notierungen. Siehe auch: Short, Flat.

Lot

Standard-Handelsgröße über einen FX-Broker (100 000 Einheiten der quotierten Basiswährung). Siehe auch: Mini-Lot.

MACD

Trendfolge-Indikator aus der Technischen Analyse. Er beruht auf der Differenz zweier exponentiell geglätteter gleitender Durchschnitte. Diese Differenz wird erneut exponentiell geglättet, wodurch man die sogenannte Signallinie erhält. Durchbricht der MACD die Signallinie von unten nach oben, wird dies als Kaufsignal gewertet. Ein Durchbrechen von oben nach unten gilt als Verkaufssignal.

Margin

Betrag, der bei Eröffnung einer Position als Sicherheitsleistung hinterlegt werden muss.

Mark to Market

Bewertung aller offenen Positionen zum aktuellen Marktpreis.

Market-Maker

Marktteilnehmer, der auf Anfrage eine Quotierung stellt.

Market-User

Marktteilnehmer, der auf gestellte Quotierungen handelt.

Mengennotierung

Der Preis für eine Einheit der Inlandswährung wird in variablen Einheiten der Fremdwährung ausgedrückt. Siehe auch: Preisnotierung.

Mini-Lot

Reduzierte Handelsgröße über einen FX-Broker (10 000 Einheiten der quotierten Basiswährung). Siehe auch: Lot.

Neunzig-Tage-Linie

Gleitender Durchschnitt. Die 90-Tage-Linie wird aus den durchschnittlichen Kurswerten der jeweils 90 zurückliegenden Börsentage gebildet. Sie gilt in der Technischen Analyse als eine der wichtigsten gleitenden Durchschnittslinien. Durchbricht der aktuelle Kurswert die 90-Tage-Linie von unten nach oben, so wird dies als Kaufsignal gewertet. Umgekehrt gilt ein Durchbruch von oben nach unten als Verkaufssignal.

Oszillator

In der Technischen Analyse dienen Oszillatoren (zum Beispiel RSI, Mc-Clellan-Oszillator und Stochastik) als Indikatoren einer überkauften beziehungsweise einer überverkauften Situation. Wird ein oberer (unterer) Extremwert erreicht, geht der technische Analyst von einer überkauften (überverkauften) Marktsituation aus und erwartet eine Kursbewegung in der entgegengesetzten Richtung. Als besonders wertvoll gelten Oszillatoren, wenn ihre Ergebnisse durch andere technische Indikatoren bestätigt werden.

Outright

Vereinbarung zweier Parteien zur Konvertierung einer Währung in eine andere zu einem späteren Zeitpunkt.

Pip

Bezeichnet die kleinste mögliche Bewegung, die ein Wechselkurs vollziehen kann. Auch als (Basis-)Punkt bezeichnet.

Preisnotierung

Der Preis für eine Einheit der Fremdwährung wird durch variable Einheiten der Inlandswährung ausgedrückt. Siehe auch: Mengennotierung.

Profit & Loss (P&L)

Nicht realisierter Gewinn oder Verlust aus offenen Positionen.

Quotierung

Bid- und Ask-Kurs für ein benanntes Währungspaar.

Range-Trading

In der Regel kurzfristig orientierter Trading-Ansatz, bei dem man versucht, die erwartete Schwankungsbreite einer Kursbewegung (Range) auszunutzen. Dabei wird jeweils verkauft, wenn der Kurs am oberen Ende der Schwankungsbreite angekommen ist. Am unteren Ende wird gekauft.

Relative-Stärke-Index (RSI)

Im Rahmen der technischen Wertpapieranalyse ein Maß für die Stärke eines Trends. Der RSI setzt den innerhalb eines bestimmten Zeitraums gemessenen Durchschnitt der Aufwärtskursdifferenzen eines Index – etwa des DAX – ins Verhältnis zum Durchschnitt der Abwärtskursdifferenzen. Durch die Messung der Stärke eines Trends soll bestimmt werden, wann ein Index überkauft oder überverkauft ist, wann also ein Ein- oder Ausstieg aus technischer Sicht ratsam erscheint.

Retracement

In der Technischen Analyse Bezeichnung für die auf eine starke Kursbewegung folgende Reaktion in die entgegengesetzte Richtung. Auf ein Retracement folgt die Wiederaufnahme des ursprünglichen Trends. Bekannte Beispiele sind das 50-Prozent-Retracement, das zum Beispiel die Hälfte eines vorangegangen Kursanstiegs kostet, ehe der Kurs wieder zu steigen beginnt. Weitere Beispiele sind Ein-Drittel- beziehungsweise Zwei-Drittel-Retracements und die Fibonacci-Retracements von 38 beziehungsweise 62 Prozent.

Rollover

Prolongation einer Position; die Valuta wird mit Hilfe eines Swaps in die Zukunft verschoben.

Schlüsselumkehr (Ein-Tages-Umkehr, Key Reversal Day)

Ein-Tages-Kursformation, die im Rahmen der Technischen Analyse als Zeichen für eine Trendumkehr interpretiert wird. In einem Aufwärtstrend kommt es zu einem Eröffnungskurs auf einem neuen Hoch, und der Tagesschlusskurs liegt unter dem Tief des Vortags. Entsprechend sieht es in einem Abwärtstrend aus. Der Kurs eröffnet auf einem neuen Tief und schließt über dem Hoch des Vortags.

Schulter-Kopf-Schulter-Formation

Begriff aus der Technischen Analyse. Der Kursverlauf eines Wertpapiers bildet drei Spitzen aus, deren mittlere die beiden anderen deutlich überragt, während die erste und die dritte Spitze in etwa auf demselben Niveau liegen. Die Ausbildung der Formation sollte sich zumindest über zwei Monate erstreckt haben. Eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation wird als Anzeichen dafür interpretiert, dass der Kurs auf erheblichen Widerstand stößt und in der Folge nach unten tendieren dürfte. Die umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation mit drei entsprechend ausgeprägten Kurstiefen gilt dagegen als Verbote steigender Notierungen: Der Kurs hat eine tragfähige Unterstützung gefunden und sollte in Zukunft nach oben tendieren.

Short

Spekulation auf fallende Notierungen. Siehe auch: Long, Flat.

Spot

Devisentransaktion. Die Zahlung der Währung erfolgt zwei Werktage nach Abschluss des Geschäfts.

Spread

Differenz zwischen Bid- und Ask-Kurs.

Stochastik-Indikator

Er zeigt, an welcher Position innerhalb des während eines festgelegten Zeitraums beobachtbaren Kursspektrums die letzte oder aktuelle Notierung liegt. Mit Hilfe dieses Indikators sollen Fragen des Timings, also des richtigen Zeitpunkts von Kauf und Verkauf, beantwortet werden.

Stop-Kurs

Wichtiges Instrument zur Verlustbegrenzung im Rahmen des Riskomanagements bei Börsengeschäften. Schon beim Kauf kann der Anleger einen unterhalb des Einstandkurses liegenden Stop-Kurs festlegen, bei dessen Unterschreiten die Position verkauft wird. Das Verlustrisko ist somit auf die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs begrenzt. Die Entgegennahme von Stop-Kursen wird von den Banken unterschiedlich gehandhabt. Bei Papieren mit heftigen Kursschwankungen sollte der Anleger beachten, dass Stop-Aufträge natürlich nur ausgeführt werden können, wenn der Kurs „bezahlt“ war und Umsätze stattgefunden haben. Falls die Bank keine Stop-Aufträge entgegennimmt, sind Aufmerksamkeit und Selbstdisziplin des Anlegers gefordert. Er muss sich in diesem Fall überlegen, welchen Verlust er maximal in Kauf zu nehmen bereit ist, und bei Unterschreiten dieses Kursniveaus sofort einen Verkaufsauftrag erteilen.

Stop-Order

Bei einer Stop-Order wird der Auftrag als unlimitierter Kauf- beziehungsweise Verkaufsauftrag an den Markt gegeben, wenn ein festgelegter Stop-Kurs erreicht wurde.

Swap

Gleichzeitiger Abschluss eines Kassa- und eines Termingeschäfts mit dem gleichen Kontrahenten.

Swap-Satz

In Punkten ausgedrückte Zinsdifferenz zwischen dem Kassa- und dem Terminkurs. Je nach Zinsgefälle positiv oder negativ.

Technische Reaktion

Begriff aus der Chartanalyse. Kurzfristige Gegenreaktion innerhalb eines intakten Auf- oder Abwärtstrends. Die Charttechniker interpretieren solche Phänomene als Reaktion auf vorhergegangene starke Kursgewinne oder -verluste.

Termingeschäft

Siehe: Outright.

Top-Bildung

In der Technischen Analyse Bezeichnung für das allmähliche Ende eines längeren Kursaufschwungs. Der Kurs bildet über gewisse Zeit auf dem erreichten hohen Niveau ein Top, das nicht mehr überschritten wird. Eine Top-Bildung gilt als Warnsignal für einen bevorstehenden Kursrückgang.

Trader

Eigentlich „Händler“. Im Zusammenhang mit Börsengeschäften bezeichnet man solche Marktteilnehmer als Trader, die durch schnelles Kaufen und Verkaufen kurzfristige Trends auszunutzen versuchen.

Trading

Kurzfristiges Kaufen und Verkaufen an der Börse, um von vorrübergehenden Kursschwankungen zu profitieren.

Trading-Range

Beobachtete oder erwartete Schwankungsbreite einer Kursbewegung. Oft wird versucht, diese Schwankungsbreite durch wiederholte Käufe an deren unterem und Verkäufen am oberen Ende zu kurzfristigen Engagements auszunutzen. Die Vorgehensweise nennt man Range-Trading.

Trend

Über längere Zeit andauernde Kursbewegung in eine gleichbleibende Richtung. Die Trendanalyse von Wertpapieren und Märkten hat den Zweck, aus Daten der Vergangenheit Rückschlüsse auf die wahrscheinliche künftige Tendenz zu generieren.

Trendkanal

Begriff aus der Technischen Analyse. Wird in einen Chart parallel zur Trendlinie eine zweite Linie eingezeichnet, erhält man einen Kanal, der die Kursschwankungsbreite innerhalb des Trends bezeichnet. Bei einem Aufwärtstrend wird die parallele Linie (Kanallinie) durch die Kurshochs gezogen, bei einem Abwärtstrend durch die Kurstiefs. An der Kanallinie und der Trendlinie stoßen die Kurse oft auf Widerstand beziehungsweise Unterstützung, was eine Reaktion in die Gegenrichtung zur Folge hat. Das Durchbrechen einer der beiden Linien signalisiert, je nach Ausbruchsrichtung, entweder das Ende eines Trends oder seine Beschleunigung.

Trendlinie

In der Technischen Analyse helfen Trendlinien, die Steilheit eines Kurstrends zu bestimmten und dessen Ende zu prognostizieren. Bei einem Aufwärtstrend wird die Trendlinie durch die jeweiligen Kurstiefs gezogen, die man auch Reaktionstiefs nennt, bei einem Abwärtstrend durch die jeweiligen Zwischenhochs. Im Abwärtstrend verläuft die Trendlinie daher von links oben nach rechts unten, im Aufwärtstrend von links unten nach rechts oben. Ein Durchbrechen des aktuellen Kurses durch die Trendlinie signalisiert das Ende des Trends.

Trendumkehrformation

Siehe Umkehrformation.

Unterstützung

Wichtiger Begriff aus der Technischen Analyse. Fällt der Kurs einer Aktie mehrmals auf ein bestimmtes Niveau, um sich anschließend zu erholen, so spricht man von einer Unterstützung. Ursache einer Unterstützung kann sein, dass jeweils auf diesem Niveau massive Käufe einsetzen oder weitere Verkäufe unterbleiben. Dies lässt den Kurs wieder nach oben drehen. Wird eine Unterstützung schließlich doch nach unten durchbrochen, so wird sie zum Widerstand.

Untertassenformation

Begriff aus der Technischen Analyse. Eine schwächer werdende Abwärtsbewegung kommt zum Stillstand, der Kurs verharrt zunächst auf dem erreichten, tiefen Niveau, um anschließend langsam in eine Aufwärtsbewegung überzugehen. Die Untertassenformation wird als Anzeichen einer Trendumkehr interpretiert und gilt als eine der wichtigsten Umkehrformationen.

Valuta

Datum des Erfüllungszeitpunktes eines Devisengeschäftes. Muss in beiden Ländern ein Arbeitstag sein.

Verkaufssignal

In der Technischen Analyse werden bestimmte Kursverläufe als Zeichen für künftig sinkende Notierungen interpretiert. In diese Kategorie fallen zum Beispiel das Absinken unter eine zuvor stabil wirkende Unterstützung, das mehrmalige Scheitern an einem Widerstand und das Absacken des Kurses unter einen gleitenden Durchschnitt.

Volatilitätskurve

Grafische Darstellung der erwarteten (impliziten) Volatilität eines Finanzinstruments oder eines Marktes innerhalb eines bestimmten Zeitraums.

Wechselkurs

Austauschverhältnis zwischen zwei Währungen.

Weekly Reversal

Wochenumkehr.

Widerstand

Wenn der Kurs einer Aktie oder auch ein Index mehrmals bis auf ein bestimmtes Niveau steigt und anschließend wieder zurückfällt, dann spricht man von einem Widerstand oder eine Widerstandszone. Bedeutende Widerstände liegen oft im Bereich runder Zahlen wie 100 oder 1000 und bei ehemaligen Höchstständen des betreffenden Titels. Offenbar finden sich auf diesem Niveau stets neue Verkäufer, wodurch ein weiterer Kursanstieg verhindert wird. Wenn der Kurs einen Widerstand schließlich doch nach oben überwindet, so fungiert dieser fortan als Unterstützung.

Wochenumkehr (Weekly Reversal)

Bezeichnung für eine Trendumkehrinformation in der Technischen Analyse. Bei einer Wochenumkehr nach oben (unten) liegt der Eröffnungskurs am Montag höher (tiefer) als der Schlusskurs der Vorwoche. am letzten Handelstag der Woche dagegen liegt der Kurs tiefer (höher) als der Vorwochenschlusskurs. Eine solche Kursentwicklung deutet darauf hin, dass der bisherige Trend beendet ist und der Kurs sich in die entgegengesetzte Richtung entwickeln wird. Im Prinzip entspricht die Wochenumkehr der Ein-Tages-Umkehr, allerdings benötigt die Formation zu ihrer Ausformung einen etwas längeren Zeitraum.